Die Jagd um Titel und Geld
Am kommenden Sonntag wird es ernst für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen. Als Gastgeberinnen bestreiten sie das erste Spiel der Weltmeisterschaft gegen Kanada. Es findet im Olympiastadion in Berlin statt. Damit eröffnen die Frauen die Jagd auf ihren dritten Weltmeistertitel. Sollte ihnen das gelingen, wären sie sportlich genauso erfolgreich wie die deutsche Männermannschaft.
Doch es geht nicht nur um den sportlichen Vergleich. Die größten Unterschiede zeigen sich bei der Frage, wie sich sportliche Erfolge finanziell auszahlen. Im Fall des Titelgewinns bekäme jede Spielerin vom Deutschen Fußballbund (DFB) mindestens 60.000 Euro Prämie. Bei den Männern wären es 300.000 Euro gewesen.
Auch die Eintrittkarten werden deutlich billiger verkauft als bei der Männer-WM im Jahr 2006. Das liegt daran, dass sich Frauen-Fußball mehr an Familien wendet als an männliche Fans, sagen Fachleute. Weil auch weniger Fans die Spiele zuhause am Fernseher verfolgen, sind die Werbe-Einnahmen für die Bandenwerbung niedriger.
Die Fußball-Frauen kennen diese ungleiche Behandlung schon. Sie verdienen auch bei ihren Vereinen nur ein Zehntel dessen, was die Männer kriegen. Ändern wird sich das erst, wenn das Fernsehen alle Spiele der Frauen-Bundesliga überträgt. Dann kommt über den Verkauf der Fernsehrechte Geld in die Kassen. Die Chancen steigen, wenn die Frauen während der WM möglichst erfolgreich sind.




...und gewinne

Kommentare
Kommentar hinzufügen